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Sunday, 18 October 2015

Geht nicht gibt es nicht

"Sport ist Mord, Teamsport ist Massenmord, Volkssport ist Völkermord und Völkermord laut Genfer Konventionen verboten" So meine Einstellung zum Sport bis Januar 2010. Damals habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet.
Zwei Monate später fand man mich fast regelmäßig bei Gruppenfitnesskursen von Les Mills, die einfach wirkten. Body Pump? Das kann ich bestimmt nicht, das ist schwer, ich weiß nicht einmal, was genau ich für den Kurs alles brauche. Gemeinsam mit einer Freundin trauten wir uns fast ein Jahr später tatsächlich in eine Body Pump - Stunde. Und es war gar nicht so schwer. Der Muskelkater war grausam, aber alles in allem war es eine gute Erfahrung. 
Dann, in einer Body Combat - Stunde, sagte unser Trainer, dass wir die Knie zumindest ein paar Wiederholungen lang vom Boden nehmen sollen. "Das kann ich nicht" dachte ich und versuchte es erst Monate später, um herauszufinden, dass das eigentlich gar nicht so schwer ist. 
Beim Thaiboxen etwas später sollten wir 5min am Stück Seil springen. "Kann ich nicht" dachte ich und redete mich raus, indem ich auf das Seil trat oder sagte, mein Knöchel täte weh. Und hinterher dachte ich mir: "Was machst du da eigentlich? Warum sabotierst du dich selbst?"

Der eigentliche Durchbruch kam erst nach meinem Wechsel zum MMA: unser Trainer ließ uns am Ende des Grundkurses 100 Burpees machen. "WAS?!?" dachte ich. Aber ich wollte vor meinen rein männlichen Trainingspartnern (und einem Jungen, den ich seinerzeit sehr interessant fand) keine Schwäche zeigen. Also atmete ich tief ein und konzentrierte mich auf die nächste Wiederholung. Als es schwerer wurde, sagte ich mir, dass ich ein bestimmtes Intervall (z.B. 4 Wiederholungen) absolviere, dann kurz Luft hole und danach wieder dasselbe, bis ich das Intervall wieder verkleinern muss. Ich war die Zweitschnellste. 
Danach begann ich, mehr und mehr Herausforderungen anzunehmen und ging gerne in Stunden, in denen mir meine Grenzen entgegen traten. GRIT Plyo wurde meine liebste Stunde. Hatte ich zwei Jahre zuvor noch Probleme, Liegestütze ohne die Knie auf dem Boden zu machen, machte ich mit einem Mal Liegestütze bei denen ich in die Hände klatschte oder mich mit allen vieren vom Boden abdrückte und in die Luft sprang. 

Dann kam der Entschluss wirklich an Wettkämpfen teilzunehmen und ich lernte, dass man manchmal auch über seine Grenzen hinausgehen muss, um Fortschritt beizubehalten. HIIT-Training und Wettkampfgruppentraining brachte mich regelmäßig an und über meine Grenzen. Und jetzt mache ich CrossFit und trainiere wieder für Wettkämpfe. Ich bin fast 30, mein Trainer ist über 50 und als wir gestern mit Teilen unseres Teams Konditions- und Aufbautraining machten, waren wir trotzdem zwei der ersten drei, die fertig waren (er war erster). Während zwei meiner Teamkollegen aufgaben, als es hart wurde. Beziehungsweise von Anfang an sagten, dass sie das nicht können. Beim Crossfit hatten wir Boxjumps und ein Teilnehmer konnte die Boxjumps nicht machen, weil die geistige Blockade einfach zu hoch war. Das kann ich nicht, sprach eine Stimme im Kopf und ihr wurde geglaubt. Dabei hätten in beiden Fällen alle Beteiligten diese Herausforderung meistern können. Wenn sie nur der Stimme in ihrem Kopf nicht geglaubt hätten. Denn das, was wir glauben zu können oder eben nicht zu können, bestimmt unsere Realität zu weiten Teilen. Deswegen ist es so wichtig, an sich selbst zu glauben. Es klingt banal, aber das alte Sprichwort "Glaube kann Berge versetzen" ist war. 

Und ich? Kann ich jetzt alles? Natürlich nicht. Aber immer wenn ich die Stimme in meinem Kopf wieder höre, die mir sagt, ich könnte etwas nicht (zuletzt Mittwoch, als wir Handstand-Liegestütze machen sollten), dann grinse ich und antworte: "Na das wollen wir mal sehen." Und oft klappt es. Manchmal nicht. Aber ich versuche alles, ehe ich sage, dass ich etwas nicht kann. 

Tuesday, 18 August 2015

Grit Summer Games bei Gogo - Was ist eigentlich Les Mills Grit?

Keine Angst, Gogo hat nichts mit Gogo-Tanzen zu tun und auch nicht mit Go-Cart-Fahren, sondern Gogo ist mein Fitnessstudio hier in Tampere. Kommt September endet allerdings auch meine Mitgliedschaft dort, da ich am 1.9. nach Deutschland zurück ziehe. Eigentlich will ich darüber noch nicht nachdenken, aber Ende August bedeutet hier in Finnland auch Ende des Sommers und Ende des Sommers heißt Abschlussfeier der Sommersaison und in diesem Rahmen veranstaltet Gogo die ersten Grit Summer Games. 

Dabei stellen sich einigen jetzt sicherlich zwei Fragen: 
1. Was ist eigentlich Grit? und 
2. Was für Grit Summer Games?

Für mich stellt sich auch noch die Frage: Warum habe ich beschlossen, da mitzumachen?!?

Ich habe lange versucht, mir die Teilnahme auszureden, aber... no excuses. Ich mach das jetzt.

Kommen wir zur ersten Frage: In Deutschland, bzw. in Berlin habe ich zumindest schon Grit Plyo gesehen. Zur Les Mills Grit Series gehören aber noch zwei weitere Teile, nämlich Grit Strength und Grit Cardio. Grit Plyo setzt seinen Fokus auf explosive, also plyometrische Kraft, Grit Strength trainiert wie der Name schon sagt die Muskelkraft an sich und Grit Cardio das cardio-vasculäre System. "Grit" kommt aus dem Englischen und lässt sich ins Deutsche in etwa mit dem Begriff "Badassery" übersetzen. Ach nein, das ist ja nicht wirklich Deutsch. Grit bedeutet soviel wie Durchhaltevermögen, Mumm, Charakterstärke; sich angesichts schwerer Umstände durchbeißen anstatt aufzugeben. Und der Name ist Programm. Obwohl eine normale Grit-Stunde nur 30 Minuten dauert, bin ich regelmäßig völlig fertig. Der Grund dafür ist, dass es sich hierbei um eine der zur Zeit so beliebten HIIT (High-Intensity Intervall Training) Stunden handelt. Das bedeutet, dass man nicht versucht, jede Wiederholung ordentlich mitzumachen, sondern dass man sich selbst herausfordert, mehr Gewicht nimmt, schneller an den Start geht, tiefer squattet als üblich und dass man vielleicht nicht jede Wiederholung schafft, dafür aber selbst hinterher geschafft ist. Eine typische Grit-Stunde besteht aus einem Aufwärm-Track, auf den folgen dann vier Arbeitstracks und dann zum Abschluss ein Track Core-Workout. Die Anordnung und Art der Arbeitstracks ändert sich mit jedem Release, orientiert sich aber sehr an den aus dem Crossfit so beliebten Übungsformen, wie z.B. Pyramiden, Tabata-Intervallen, As many reps as possible, Back-To-Back-Übungen, Supersets, Drop Sets etc., die Art der Übungen hängt vom jeweiligen Grit-Programm ab; bei Cardio sind Jumping Lunges (eingesprungene Ausfallschritte) und Burpees sehr beliebt, bei Grit Plyo plyometrische Liegestütze (klatsch in die Hände, wenn du hochkommst) oder Knee-Tuck-Jumps (hier bin ich mit meinem Latein...oder Deutsch am Ende), bei Strength Clean-and-presses, overhead-presses oder Squats und Lunges mit zusätzlichem Gewicht. Hierbei wird der Puls vom Aufwärmen an in die Höe getrieben und de Körper bekommt zwischendurch nur minimal Zeit, sich zu erholen, so dass der so genannte After-Burn Effekt eintritt. Das bedeutet, dass der Körper so "übertourt" wird, dass er eine Hormonreaktion in Gang setzt, die dafür sorgt, dass noch Stunden nach dem eigentlichen Training einen erhöhten Kalorienverbrauch hat. Auch wenn das eigentliche Training also nur eine halbe Stunde beträgt, verbrennt man bei Grit genauso viele, manchmal sogar mehr Kalorien wie beim Body Pump z.B., zudem sieht man durch die hohe Intensität der Übungen sehr schnell enorme Fortschritte. 
Mein Lieblingsprogramm war zu Beginn Grit Plyo, ich habe das viele Springen und die plyometrischen Übungen geliebt und sehr schnell Verbesserungen gesehen (normale Liegestütze? Pffft, frag mich nach meinen plyometrischen Liegestützen), allerdings haben die letzten beiden Releases mir persönlich nicht viel gebracht und nicht so gut gefallen wie die vorherigen. Die letzten beiden Strength-Releases dagegen waren super. Und somit ist derzeit Grit Strength mein großer Favorit. Zu Beginn mochte ich Strength gar nicht, weil ich mir so schwach vorkam und nie viel geschafft habe, mittlerweile stemme ich auch mal locker ein Drittel meines Körpergewichts. 

Ein paar Eindrücke vom Training, ein paar Meinungen der Trainer, alles unterlegt mit motivierender Musik...

Wer also Herausforderungen mag, sollte Grit unbedingt ausprobieren. Ich persönlich hoffe inständigst, dass Superfit, mein derzeitiges Fitnessstudio in Berlin, auch bald Grit Strength mit ins Programm aufnimmt, einfach weil das etwas ganz anderes ist als Body Pump und den Körper ganz anders trainiert. Ich weiß gar nicht mehr, was ich ohne Grit Strength machen soll, da muss ich dann wohl vielleicht doch eine Trainerlizenz für Grit machen, damit ich dann die neuesten Releases auf der Fläche für mich machen kann? Denn wie gesagt, dieselben Fortschritte habe ich in keinem anderen Programm und auch für mich selbst im Studiobereich bisher nicht gemacht.

Grit ist kein Zuckerschlecken und man muss verrückt sein, um sich das anzutun. Aber wenn man einmal Blut leckt...

Kommen wir nun zur zweiten Frage: Was sind denn Grit Summer Games? 
Ein neues Konzept. Prinzipiell handelt es sich hierbei um einen Grit-Wettbewerb. Dieser Wettbewerb funktioniert so, dass es einen Parcours gibt, auf dem sich 9 Stationen befinden, an denen jeweils eine Übung aus einem der drei Grit-Teilbereiche absolviert wird. Diese Übung macht man 45 Sekunden, dann hat man 15 Sekunden, um zur nächsten Station zu gelangen. Die drei Kandidaten mit den meisten Wiederholungen nach der kompletten Runde kommen ins Finale, über dessen Natur noch nichts bekannt gegeben wurde. Die Übungen werden erst beim Wettkampf bekannt gegeben und dementsprechend kann sich niemand gezielt vorbereiten. Alles was bleibt, ist abzuwarten und nervös auf den Fingernägeln zu kauen, denn: Worauf habe ich mich da eingelassen? 

Aber im Ernst, ich bin ein enormer Fan von Les Mills Grit und deswegen ist das für mich auch ein passender Abschluss für meine Zeit bei Gogo. Viele der Grit-Trainer sind mittlerweile gute Freunde und Bekannte geworden und es wird mir schwerfallen, die alle in Finnland zurückzulassen. Auf der anderen Seite, ich weiß immer, wo sie sind und kann sie besuchen kommen und mich von ihnen quälen lassen, wenn ich nach Finnland komme. Dann bleibt mir jetzt nur noch eins am Ende: Liebes Superfit-Team, ich bettle selten, aber könnt ihr bitte,bitte,bitte Grit Strength in euer Programm mit aufnehmen? 

Friday, 8 May 2015

Body Combat - Sei dein eigener Actionheld

Nachdem ich vor ein paar Post schon das Les Mills- Konzept und seine Vorteile vorgstellt habe, dachte ich, dass ich euch auch die einzelnen Programme näher bringen kann, da jedes Programm seine eigenen Stärken und Schwerpunkte hat und die verschiedenen Les Mills-Programme sehr unterschiedlich sind. 

Dan Cohen, Programmdirektor von BodyCombat

Das erste Programm in dieser Reihe ist BODYCOMBAT™ , und die Gründe hierfür sind sehr persönlich.
Ich war schon immer eine Couchkartoffel und habe mich nie sehr um Sport und Fitness geschert. Bis ich irgendwann genug davon hatte mit jedem Jahr einen Jahresring zuzulegen. Also trat ich im Januar 2010 einem Fitnessstudio bei, in dem ich mich bis heute sehr zuhause fühle. Viele der Trainer dort zähle ich zu meinen Freunden und immer wenn ich das Studio - oder eines der Studios - betrete, fühle ich mich, als käme ich heim. 
Im Januar 2010 war das alles anders. Ich fühlte mich unsicher und wusste nicht, was ich tun sollte. Zum Glück bekommt man bei meinem Fitnessstudio ein kostenloses Treffen mit einem Personal Trainer, wenn man beitritt. Dieser schaute sich meine Fitness an sich und meine speziellen Problemzonen und -übungen an und sagte mir dann, was ich tun sollte. An sich habe ich viel gelernt, er sagte mir aber auch auf den Kopf zu, dass ich an meiner cardiovaskulären Fitness und meiner Balance bei seitlichen Bewegungen arbeiten müsse (seitiche Ausfallschritte etc.). Er empfahl mir deswegen an den Gruppenfitnessstunden teilzunehmen und sagte, dass sich für mich insbesondere Body Combat sehr gut eignen würde, weil ich dort als Anfänger leichter mitkäme als bei Body Attack z.B., das Programm aber anspruchsvoller sei als die Tanzworkouts, die sie anbieten (damals gab es noch kein Zumba, könnt ihr euch das vorstellen?)

Und so fand ich mich eines Samstagsmorgens in meinem neuen Fitnessstudio wieder und wartete auf den Beginn der Body Combat-Stunde. Damals wusste ich noch nicht, dass diese Samstagsstunde irgendwann zu meinen Stammklassen gehören sollte. 

Statement genug, oder?

Body Combat ist ein intensives bis hochintensives Workout, das von Martial Arts inspiriert ist und Bewegungen aus unterschiedlichen Kampfsportdisziplinen wie Karate, Boxen, Kickboxen, Capoeira und vielen mehr integriert. Einige dieser Bewegungen sind original, andere vereinfacht und die ganze Stunde ist als Schattenboxen ausgelegt, es gibt also keinerlei Kontakt. Body Combat ist kein Kontaktsport, sondern nur ein kampfsportinspiriertes Workout. Um an einer Stunde teilzunehmen braucht ihr keine Kampfsporterfahrungen oder sonstige Vorkenntnisse und auch für Anfänger ist Body Combat super geeignet, weil es verschiedene Varianten der besonders fordernden Moves gibt und der Trainer oft sagt, wenn es eine einfacherer Alternative gibt. Es hilft dem Trainer also ungemein, wenn ihr ihm vor der Stunde sagt, dass ihr noch nie an einer Body Combat-Stunde teilgenommen habt, weil er euch dann besser instruieren und helfen kann. 
In einer Body Combat-Stunde könnt ihr so richtig "die Sau rauslassen" bzw. in diesem Fall euren inneren Kampfsportler. Ihr könnt euch vorstellen, ihr stündet mit Vitali Klitschko im Ring oder wärt als Lara Croft dabei einer Gruppe von Männern zu zeigen, was eine Harke ist. Eurer Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt. Dabei verbrennt ihr in einer Stunde zwischen 400-750kcal. Les Mills gibt Body Combat mit 740kcal im aktuellen Programm an, aber nach meiner persönlichen Erfahrung und nach dem, was ich von anderen gehört habe liegt der Rahmen für Frauen eher bei 500-600kcal, aber das hängt ganz von persönlichen Faktoren ab, wie intensiv ihr mitmacht, wie euer Metabolismus reagiert, wie schwer ihr seid etc. Diese Kalorienangaben beziehen sich natürlich auch auf die 55-minütige Version, es gibt Body Combat aber auch als 45 oder 30 Minuten Workout.

Mit Body Combat kommt ihr schnell in Form, ihr entwickelt euer Koordinationsvermögen und könnt aufgebauten Stress abbauen. Sogar physisch. Body Combat hilft - durch die Aktivierung der oberen Rückenmuskulatur - auch beim Lösen von Verspannungen in der Schulter-Nacken-Partie. Außerdem könnt ihr lernen, wie man tritt, Schläge blockt und kraftvoll zuschlägt. Auch die Bauch- und Rückenmuskulatur wird stark gefordert, dementsprechend verbessert sich die Haltung auch im Alltag. Und ein weiterer Bonus ist, dass Body Combat Selbstbewusstsein vermittelt und Spaß macht. 
Anfängern wird empfohlen 1-2 Mal die Woche an einer Stunde teilzunehmen, 2-3 Mal wird für optimale und sichtbare Ergebnisse geraten. 

Eine typische Body Combat-Stunde dieser Tage startet mit einem schnellen und intensiven Warm-up, in dem alle wichtigen Grundbewegungen gezeigt und erklärt werden. Darauf folgt der erste Combat-Track, der eine Kombination aus Tritten und Schlägen ist. Track 3 ist der erste Power-Track, während dessen ihr ein richtiges Boxfeeling bekommt und gleichzeitig euren Puls anhebt. Track 4 war früher der zweite Combat-Track, in der Neufindungsphase wurde daraus aber ein Martial Arts-Conditioning-Track mit Tritten und Übungen für Core und Oberkörper. Track 5 ist der zweite Power-Track und im neuen Release ist das wortwörtlich zu nehmen, da der Track ein einziges HIIT - High-intensity Interval Training - ist, euer Puls geht also zur Decke und durch. Track 6 war früher ein Feelgood-Track mit Katas aus dem Karate und toller Musik, dieser Tage ist Track 6 aber Capoeira und Beintraining, pure Folter, wenn ihr mich fragt, aber ich bin wirklich kein Fan von Ausfallschritten und Ausfallschritt-Wechselsprüngen. Sehr schmerzhaft, aber sehr effektiv (keine Angst, auch hier gibt es leichtere Versionen). Track 7 ist Muay Thai, also Thaiboxen. Normalerweise sind die Muay Thai-Tracks die aggressivsten und schnellsten Tracks der Releases und gehören zu den Lieblingstracks der meisten Trainer und Teilnehmer, ein schlechter Muay Thai-Track kann einem ein ganzes Release vermiesen. Mir zumindest. Zum Glück kommt das nur selten vor. Track 8 ist der letzte Power-Track, Track 9 Core Conditioning und in Track 10 wird gedehnt. Alles in allem ein gut durchdachtes und rundes Programm und bisher habe ich eigentlich niemanden gehört, der das neue System schlecht findet. Die meisten zeigen sich begeistert. 

Rachel Newsham, Programmdirektorin für BodyCombat

Aber wie ging es eigentlich mit mir in meiner ersten Combat-Stunde weiter? 
Es war Release 43 und ich war von Anfang an begeistert. Ich hatte schon als Kind Karate oder Taekwondo lernen wollen, aber meine Eltern fanden das zu gefährlich. Body Combat war also voll mein Ding. Und dann kam Track 6, wie ich sagte, seinerzeit ein Feelgood-Track. In Programm 43 war es Pirates of the Carribean und ich erinnere mich, wie ich eine Gänsehaut bekam und dachte: "Das ist es, das ist mein Ding." 
Danach war ich nicht zu stoppen, ich ging zu Combat-Klassen wann immer ich Zeit hatte (und vernachlässigte ein wenig die Vielseitigkeit, die man eigentlich in sein Fitnessregime einbringen soll). Doch dabei blieb es nicht. Im Januar 2011 nahm ich selbst am Basiskurs teil und wurde Combat-Trainer. Ein Jahr lang habe ich das gemacht, dann kam das reale Leben dazwischen. Allerdings brachte das reale Leben eine Überraschung mit sich: im Februar 2012 begann ich mit Muay Thai, das ich dann im September 2013 gegen MMA eintauschte. Mittlerweile habe ich sogar einige Grapplingturniere hinter mir und sogar schon Matches gewonnen, mein erster MMA-Kampf sollte dieses Frühjahr stattfinden, aus Mangel an Teilnehmern in meiner Gewichtsklasse wurde daraus aber leider nichts und jetzt ist Sommer, also Wettkampfpause. Wir werden also im Herbst weitersehen.

Yep, das bin ich, die ehemalige Couchkartoffel

Aber was ihr daran sehen könnt: mein Kindheitstraum von einer "Karriere" als Kampfsportler hat sich erfüllt. Ich bin - auch dank Body Combat - von einer Couchkartoffel zu einer aktiven Kampfsportlerin geworden, weil ich durch Body Combat Blut geleckt habe. Ich will damit nicht sagen, dass das jedem passiert, es gibt genug Teilnehmer, die niemals ein Dojo betreten, aber ich will sagen, dass diese Klasse inspirieren und motivieren kann. Einer der früheren Slogans von Les Mills war "FitnessMagic" und für mich ist es genau das, was Body Combat seinerzeit in mir geweckt hat. 

Probiert es also aus, Body Combat ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber Les Mills hat auch noch sehr viel mehr zu bieten. 
Wenn ihr mehr über Body Combat erfahren wollt, schaut auf der LesMills-Homepage nach, dort gibt es auch tolle Videos zu dem Thema. Als nächstes in dieser Reihe ist GRIT. 

Habt Spaß!
-K